Nach angekündigter Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn
Kreml will diplomatische Beziehungen zu Berlin erhalten

Russland will nach Regierungsangaben ungeachtet der von Deutschland angekündigten Schließung des Konsulats in Bonn an den diplomatischen Beziehungen festhalten.

    Ein Blick auf den Kreml in Moskau.
    Moskau will an den diplomatischen Beziehungen zu Deutschland nicht festhalten (Archivbild). (picture alliance / dpa / TASS / Yevgeny Messman)
    Wie Kremlsprecher Peskow in Moskau mitteilte, wird die Regierung den russischen Botschafter in Berlin belassen und nicht abziehen. Dass Deutschland das russische Generalkonsulat in Bonn schließen wolle, sei absurd. Mit dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle habe man nichts zu tun, erklärte Peskow erneut. Der russische Außenminister Lawrow kündigte an, dass die deutschen Goethe-Institute in Russland geschlossen würden. Damit reagiere man auf das Ende für das "Russische Haus" in Berlin. Bundesaußenminister Wadephul bedauerte die Schließung der Institute in Moskau, St. Petersburg und Nowosibirsk.
    Die Bundesregierung macht Russland für den versuchten Anschlag mit Drohnen am Flughafen Leipzig/Halle Anfang August verantwortlich. Die Schließung des Kulturzentrums "Russisches Haus" sowie des Konsulats in Bonn waren zwei von mehreren Maßnahmen gegen Russland.
    Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.