
Er nehme aber ernst, dass der Rahmen der Ankündigung als politisches Signal wahrgenommen worden sei, erklärte Döllner weiter. Man stehe zu den Werten des Unternehmens, trage aber ebenso Verantwortung für die wirtschaftliche Zukunft von Audi.
VW-Konzernbetriebsratschefin Cavallo warf Döllner vor, sich zur Marionette in Trumps Propaganda-Show gemacht zu haben. Die IG-Metall-Vorsitzende Benner bezeichnete das Verhalten als unwürdig. Der niedersächsische Ministerpräsident Lies von der SPD erklärte, Wahlkampfveranstaltungen seien nicht der richtige Ort für die Ankündigung von Investitionen.
Verstoß gegen eigene Leitlinien?
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hatte Döllner vor rund einem halben Jahr eine Selbstverpflichtung unterzeichnet. Demnach dürften "in den drei letzten Monaten vor Wahlen keine öffentlich wirksamen Termine" mit beteiligten Parteien oder Politikern mehr wahrgenommen werden. Audi verpflichte sich zudem zu Neutralität im Umgang mit Parteien und Interessengruppen, heißt es dort weiter.
Diese Nachricht wurde am 26.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.


