
Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Fiedler, sagte der "Bild am Sonntag", es sei ein Skandal, dass der Bahn-Vorstand "so viele Millionen Euro für lustige Werbeclips" ausgebe. Für dieses Geld hätten mindestens 100 zusätzliche Sicherheitskräfte ein Jahr lang bezahlt werden können. Das Thema werde im Innen- und Verkehrsausschuss des Bundestags ein Nachspiel haben.
Der Vorsitzende der Bahngewerkschaft EVG, Burkert, sagte der Zeitung, er frage sich mit Blick auf die Kosten, ob "nicht die Sanierung aller Pausenräume oder eine flächendeckende Ausstattung mit Bodycams die bessere Liebeserklärung gewesen wäre".
Fortsetzung "passt nicht in die Zeit"
Der DB-Vorstand für den Personenfernverkehr, Michael Peterson, hatte die zehnteilige Webserie mit Engelke zum Start im Oktober 2025 als "humorvolle Liebeserklärung an die Mitarbeitenden" der Bahn gelobt. Die Bahn machte keine Angaben zu den Kosten. Das Budget bewege sich im Rahmen vergleichbarer Werbekampagnen in der Branche, hieß es. Fortgesetzt werde die Kampagne nicht, teilte der Konzern auf Anfrage mit. Das passe "nicht in die Zeit".
Medienberichten zufolge soll es am Freitag ein Treffen zur Sicherheit von Bahnmitarbeitern geben. Hintergrund ist die Tötung eines Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz. Er hatte im Regionalverkehr Fahrkarten kontrolliert, wurde von einem Fahrgast ohne Ticket schwer verletzt und verstarb kurz danach. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft.
Diese Nachricht wurde am 08.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
