Sparmaßnahmen
Kuba reagiert auf US-Ölblockade mit Notfallmaßnahmen

Kubas Regierung setzt wegen fehlender Öllieferungen strenge Energiesparmaßnahmen in Kraft.

    Havana: Miguel Diaz-Canel, Präsident von Kuba, spricht mit erhobenem Zeigefinger.
    Kubas Präsident Díaz-Canel (Archivbild) (ACN7 Ariel Ley Royero)
    Es sollen unter anderem weniger Busse fahren, Schulen und Universitäten geschlossen bleiben und in der öffentlichen Verwaltung nur noch vier Tage in der Woche gearbeitet werden. Der kubanische Präsident Díaz-Canel sprach bei einer Pressekonferenz von einer Energieblockade durch die USA. Seit Dezember erhält Kuba kein Öl aus Venezuela mehr, da die Vereinigten Staaten eine vollständige Blockade der Tanker verhängt haben. Wegen angedrohter Strafzölle hat auch Mexiko die Öllieferungen an Kuba gestoppt. Die USA weisen die Anschuldigungen zurück, für die humanitäre Lage auf Kuba verantwortlich zu sein.
    Zeitgleich versprach die US-Regierung ein Hilfspaket in Höhe von sechs Millionen Dollar. Die Mittel sollen vor allem im Osten der Insel helfen, der Ende letzten Jahres von einem Hurrikan getroffen worden war. Ein US-Außenbeamter kündigte an, die Verteilung der Mittel durch Mitarbeitende der US-Botschaft kontrollieren zu lassen.
    Diese Nachricht wurde am 07.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.