Filmbranche
Kulturausschussvorsitzender Lehmann fordert steuerliche Anreize für Unternehmen

Der Vorsitzende des Kulturausschusses im Bundestag, Lehmann, hat bessere Bedingungen für Unternehmen in der Filmbranche gefordert. Lehmann sagte im Deutschlandfunk Kultur, statt einer Investitionspflicht für Streamingdienste müssten die Produktionsbedingungen durch steuerliche Anreize attraktiver gemacht werden.

    Lichter für ein Filmset stehen in der Lützowstraße in Berlin-Mitte.
    Die Produktionsbedingungen müssen durch steuerliche Anreize attraktiver gemacht werden, fordert Lehmann. (picture alliance / dpa / Fabian Sommer)
    Andere europäische Länder seien in dem Bereich schon weiter, betonte Lehmann. Der deutsche Film sei ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Weit über 120.000 Menschen arbeiteten in der Filmindustrie, die Branche erwirtschafte jährlich rund zehn Milliarden Euro Umsatz. Jede Investition sichere Arbeitsplätze, so der Grünen-Politiker.
    Vergangene Woche hatte sich die Bundesregierung auf eine Investitionspflicht für Streamingdienste geeinigt. Plattformen wie Netflix, Amazon Prime oder Disney+ sollen damit verpflichtet werden, acht Prozent ihres jährlichen Nettoumsatzes in deutsche und europäische Produktionen zu investieren. Darüberhinaus will die Bundesregierung für zusätzliche freiwillige Investitionen werben.
    Diese Nachricht wurde am 11.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.