Bericht
Kulturstaatsminister Weimer bringt Privatisierung des ZDF ins Spiel

Medienstaatsminister Weimer hat offenbar laut über eine Privatisierung des ZDF nachgedacht. Das berichtet die Nachrichtenagentur KNA unter Berufung auf Teilnehmer einer rechtspolitischen Konferenz der Konrad Adenauer Stiftung in Berlin.

    Das Gebäude des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) auf dem Lerchenberg in Mainz.
    Das Gebäude des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) auf dem Lerchenberg in Mainz. (picture alliance / dpa / Helmut Fricke)
    Demnach sagte der parteilose Politiker, man müsse die Frage überdenken, ob es das bisherige System aus ARD und ZDF in der aktuellen Form weiter brauche. Weimer nannte auch die Möglichkeit, ARD-Anstalten zusammenzulegen. Wenn er mit den Intendanten der Sender rede, würden diese ihm erklären, sie brauchten Radio Bremen und den Saarländischen Rundfunk als eigenständige Sendeanstalt nicht. Konkret sprach er den Angaben zufolge von nur noch vier oder fünf Rundfunkanstalten in Deutschland.
    Als Begründung nannte er laut dem Bericht eine Belastung der privaten Medien, weil die Öffentlich-Rechtlichen aus dem Rundfunkbeitrag finanziert werden. Die "RTLs dieser Welt" stehen laut Weimer mit dem Rücken zur Wand, und der Medienmarkt stellt sich seiner Meinung nach heute als "Duopol" aus Big Tech und Öffentlich-Rechtlichen dar.
    Damit greift Weimer seit langem in CDU und CSU diskutierte Pläne zu einem radikalen Umbau des öffentlich-rechtlichen Systems wieder auf. Allerdings ist der Bund nicht für Medien- und Rundfunkpolitik zuständig. Diese ist Sache der Bundesländer.
    Diese Nachricht wurde am 16.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.