
Weimer sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, es sei richtig, die Plattformen für eine altersangepasste Ausgestaltung der Angebote in die Pflicht zu nehmen und die Verantwortung nicht alleine auf Kinder und Eltern zu verlagern.
Kommunikations- und Informationsfreiheit müsse auch für Kinder und Jugendliche gelten. Daher sollte das Verursacherprinzip angewandt werden, so der Medienstaatsminister. Man verbiete den Kindern nicht, auf Social Media zu sein, sondern man verbiete den Plattformen, ungehindert in die Kinderzimmer zu kommen.
Weimer: Altersverifikation muss konsequent durchgesetzt werden
Weimer betonte die Bedeutung einer funktionierenden Altersverifikation. Diese müsse dann auch konsequent durchgesetzt werden von Bund, Ländern und Europäischer Kommission. Eine geschützte Teilhabe sei der richtige Weg, den er mit einem Konzept zur Stärkung der Nachrichtenkompetenz unterstützen und flankieren werde. Er betonte, die digitale Welt müsse sich an den Rechten, Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen ausrichten und nicht umgekehrt.
Prien will Altersgrenze bei Social Media
Zuvor hatte eine eine Expertenkommission ihre Empfehlungen für den Schutz Minderjähriger im Netz an Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) übergeben. Die von ihr eingesetzte Kommission sieht Regulierungsbedarf bei Social-Media-Plattformen, legte sich aber bei der Altersgrenze nicht fest - und plädierte ausdrücklich für eine europäische Regelung. Prien bleibt indes bei ihrer Forderung nach einer Altersgrenze für Social-Media-Plattformen.
Der Abschlussbericht der Expertenkommission umfasst insgesamt 56 Handlungsempfehlungen. Sie richten sich an Gesetzgeber und Verwaltung, Eltern, Bildungsinstitutionen, Gesundheitswesen und Plattformen.
Diese Nachricht wurde am 25.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
