"Gen-Z-Mafia"
Lagebild des BKA: Organisierte Kriminalität verändert Erscheinungsbild - weniger Abschottung, mehr Inszenierung in Sozialen Medien

Das Erscheinungsbild der Organisierten Kriminalität in Deutschland hat sich nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes verändert.

    Logo des Bundeskriminalamt (BKA) beim Festakt zum 75-jährigen Bestehen im Wiesbadener Kurhaus.
    Das BKA gibt eine Pressemitteilung zum Bundeslagebild heraus. (picture alliance / Flashpic / Jens Krick)
    In der Pressemitteilung zum neuen Bundeslagebild heißt es, lange Zeit sei die Abschottung ein Kennzeichen gewesen. Heute dagegen inszenierten vor allem jüngere kriminelle Akteure in den Sozialen Medien Macht, Status und Gewalt. Kriminelle Leistungen würden zunehmend gezielt angeboten. Das Spektrum reiche von Logistik und Waffen über Geldwäsche bis hin zur Rekrutierung für Gewalttaten. Unter den angeheuerten Tätern seien teils sogar 13-Jährige. BKA-Präsident Münch sagte, kriminelle Netzwerke agierten heute viel stärker digital vernetzt, international und arbeitsteilig.
    Den Angaben zufolge wurden 2025 bundesweit mehr als 680 Ermittlungsverfahren mit knapp 8.000 Tatverdächtigen geführt - so viele wie seit fünf Jahren nicht mehr. Die Zahl der vollendeten Tötungsdelikte lag bei 20. Im Vorjahr waren es 13.
    Diese Nachricht wurde am 15.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.