USA
Landesweite "No Kings"-Proteste gegen Trump

In den USA haben sich viele Menschen zu landesweiten "No Kings"-Kundgebungen versammelt. Sie protestieren gegen das ihrer Ansicht nach zunehmend autoritäre Vorgehen von US-Präsident Trump. Auf Plakaten und Schildern mit Botschaften wie "Verteidigt Demokratie" und "Amerika hat keine Könige" wenden sich die Demonstranten zudem gegen den Iran-Krieg und die Einwanderungsbehörde ICE.

    Demonstrationen stehen mit Spruchbändern und Schildern vor dem Lincoln Memorial in Washington
    Eine der "No Kings"-Demonstrationen vor dem Lincoln Memorial in Washington (AFP / KEN CEDENO)
    Mehr als 3.000 Kundgebungen sind angemeldet, Millionen Teilnehmer werden erwartet. Es ist die dritte "No Kings"-Kundgebung. Die erste war im Juni vergangenen Jahres. Im Oktober 2025 haben daran mehrere Millionen Menschen teilgenommen.
    Auch in europäischen Städten wie etwa Berlin, Rom und Amsterdam gab es Protestkundgebungen gegen autoritäre Führungsstile von Regierungen.

    USA-Expertin erwartet eine der größten Protestaktionen gegen Trump

    Die "No Kings"-Demonstrationen in den USA könnten zur bisher größten Protestaktion gegen US-Präsident Trump werden. Das erwartet die USA-Expertin der Bertelsmann-Stiftung, Cathryn Clüver Ashbrook. Sie sieht Trump wegen des Iran-Kriegs zunehmend innenpolitisch unter Druck.
    Im Deutschlandfunk sagte die Politologin, der Iran-Krieg könnte auch die motivieren, an den Protesten teilzunehmen, die sich politisch zum unabhängigen Lager zählen. Clüver Ashbrook begründete dies unter anderem mit der gestiegenen Inflation. Das seien Konsequenzen, die die Amerikaner im Portemonnaie spürten. Selbst bei den Republikanern gebe es zunehmend Widerstand gegen Trump.
    Viel lauter sei allerdings die, wie Clüver Ashbrook es nennt, "MAGA-Medienopposition" mit bekannten Podcastern, die großen Einfluss auf Anhänger der MAGA-Bewegung von Trump haben.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    No-Kings-Proteste: Millionen bei Anti-Trump-Demos in den USA erwartet
    Diese Nachricht wurde am 28.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.