
Durchsuchungen gab es unter anderem in Ankara, Istanbul und Izmir. Justizminister Gürlek erklärte auf der Plattform X, es seien Verfahren gegen 162 Verdächtige, neun Organisationen und 13 Unternehmen eingeleitet worden. Nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu werden den Betroffenen unter anderem Prostitution und Verstöße gegen die Sittlichkeit vorgeworfen. In einer Erklärung der Staatsanwaltschaft hieß es demzufolge, es seien Beweise gefunden worden, dass durch die Vereine Minderjährige in Bezug auf ihre sexuelle Orientierung und ihre Geschlechtsidentität beeinflusst würden.
Der Türkei-Berichterstatter des Europäischen Parlaments, Sánchez Amor, verurteilte die Festnahmen. Er erklärte auf X, die - Zitat - "Durchsetzung einer moralischen Agenda" sei eine eklatante Verletzung der Grundrechte.
Diese Nachricht wurde am 13.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
