Vorwurf der Volksverhetzung
Landgericht Mannheim eröffnet Verfahren gegen Xavier Naidoo

Das Landgericht Mannheim hat ein Strafverfahren gegen den Sänger Xavier Naidoo eröffnet. Nach Angaben des Gerichts wurde eine Anklage der Staatsanwaltschaft aus dem Jahr 2023 zugelassen. Darin wird Naidoo Volksverhetzung in einem Fall in Tateinheit mit Beleidigung vorgeworfen.

    Sänger Xavier Naidoo spricht bei einer Demonstration in Berlin.
    Xavier Naidoo (Archivbild) (dpa / Fabian Sommer)
    Der Sänger soll eine Person, die zur Amadeu Antonio Stiftung gehörte, beleidigt haben. In diesem Zusammenhang habe er auch Texte mit antisemitischem Inhalt veröffentlicht. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest.
    Die übrigen Anklagepunkte eines zweiten Verfahrens wurden laut Landgericht Mannheim mangels hinreichenden Tatverdachts nicht zugelassen. Dabei geht es ebenfalls um den Vorwurf der Volksverhetzung. Die Staatsanwaltschaft habe gegen den Gerichtsbeschluss Beschwerde eingereicht. Wie die Deutsche Presse-Agentur scheibt, waren Naidoos Anwälte für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
    Diese Nachricht wurde am 07.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.