Deutsches Schulbarometer
Lehrer fühlen sich durch Schüler-Verhalten zunehmend belastet

Viele Lehrkräfte in Deutschland fühlen sich durch das Verhalten von Schülerinnen und Schülern zunehmend belastet. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Robert-Bosch-Stiftung.

    Schülerinnen einer sechsten Klasse melden sich in einem Klassenraum an der Maria-Ward-Realschule in Schrobenhausen (Bayern) während einer Unterrichtsstunde.
    Unterricht an einer Realschule in Bayern (Archivfoto von Oktober 2024). (picture alliance / dpa / Matthias Balk)
    Laut den Daten des Deutschen Schulbarometers gaben rund 46 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer an, das Verhalten von Schülerinnen und Schülern sei inzwischen zur größten beruflichen Belastung geworden. Dieser Wert ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Robert-Bosch-Stiftung führt die Untersuchung seit 2019 durch.
    Lehrkräfte an Haupt-, Real-, Gesamt- und Berufsschulen nehmen dabei das Verhalten deutlich häufiger als belastend wahr als die Lehrkräfte anderer Schulformen. Als besonders gravierend genannt wurden psychische Probleme der Schüler, Aggressivität, fehlende Motivation und Lernwillen sowie Konzentrationsprobleme. Viele Lehrkräfte wünschen sich Fortbildungen, wie sie mit den Problemen umgehen können.
    Auf Platz zwei der größten Belastungen für Lehrkräfte stehen die teils großen Leistungsunterschiede zwischen den Schülern, gefolgt von hoher Arbeitsbelastung und Zeitmangel. Laut der Robert-Bosch-Stiftung sollten Lehrkräfte dringend mehr unterstützt werden durch Sozialarbeiter, Psychologen und IT-Fachleute. Für die aktuelle Ausgabe des Deutschen Schulbarometers wurden mehr als 1.500 Lehrkräfte von allgemeinbildenden und beruflichen Schulen befragt.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.