
Laut dem flämischen Sender VRT News hatte es in der Nacht auf Montag angefangen zu regnen, die Niederschlagsmenge reichte aber nicht aus, um die Löscharbeiten entscheidend voranzubringen. Rund 600 Bewohner in der Provinz Lüttich mussten ihre Häuser verlassen. Auch Teile der nahegelegenen deutschen Stadt Monschau wurden sicherheitshalber evakuiert.
Entwarnung im Hürtgenwald und bei weiteren Bränden
Im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald in der Eifel hat der Kreis Düren vorläufig Entwarnung gegeben. Die Lage sei unter Kontrolle, erklärte eine Sprecherin. Es gebe aber weiterhin zahlreiche Glutnester, die von den Einsatzkräften bekämpft würden.
In Baden-Württemberg waren bis zum Nachmittag hunderte Feuerwehrleute bei einem Waldbrand im Landkreis Rottweil im Einsatz. Das Feuer an einem Hang bei Schramberg konnte inzwischen unter Kontrolle gebracht werden.
Auch bei den Bränden in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Bayern haben die Feuerwehren vor Ort inzwischen Entwarnung gegeben. Die betroffenen Gebiete würden aber weiter kontrolliert, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Forstwirtschaftsrat und WWF fordern mehr Mischwälder
Angesichts der starken Waldbrände in Deutschland und Belgien forderte der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Haase, mehr Mischwälder. Es brauche einen Waldumbau weg von den reinen Nadelholzbeständen,
sagte Haase, der auch CDU-Bundestagsabgeordneter ist,
im Deutschlandfunk.
Ähnlich äußerte sich die Umweltorganisation WWF Deutschland. Beim Waldumbau müsse der "Turbo" angeschmissen werden, sagte der zuständige Waldexperte Zahnen. Die jüngsten Waldbrände seien ein "deutliches Warnsignal". Deutschland brauche deshalb ein modernes Bundeswaldgesetz, das den Herausforderungen der Klimakrise gerecht werde, erklärte Zahnen.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 17.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






