
Vier Jahre soll die Modernisierung dauern. Die Gesamtkosten liegen bei 1,3 Milliarden Euro und damit 16 Prozent über dem ursprünglich veranschlagten Budget von 2016.
Rund zwei der 27 Kilometer des Rings werden komplett erneuert, mit mächtigeren Magneten und besseren Detektoren, die die Zerfallsprozesse nach den Kollisionen aufzeichnen. Cern-Physikerin Nedaa-Alexandra Asbah vergleicht dies mit der Fotografie. Es sei, als würde man die Kamera im Herzen des Detektors durch eine Kamera mit wesentlich feineren Pixeln ersetzen.
Projektleiter Markus Zerlauth: "Das wird richtungsweisend für Zukunftsprojekte"
Mit der hochfrisierten Maschine wollen Physikerinnen und Physiker der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) in Genf in einigen Jahren in neue Dimensionen der Teilchenphysik vorstoßen. Projektleiter Markus Zerlauth hofft, mit der verbesserten Technologie neue Teilchen zu finden und durch neue Präzisionsmessungen bestehende Theorien zu verwerfen.
Mit dem neuen Beschleuniger HL-LHC versuchen die Forscher, ab 2030 einem der größten Geheimnisse des Universums näherzukommen: Wie ist die unsichtbare Dunkle Materie beschaffen, die zusammen mit Dunkler Energie etwa 95 Prozent des Universums ausmacht? Ziel der Wissenschaftler ist es, die Bestandteile der Materie nachzuweisen. Der Leistungsschub in Form von mehr Energie und mehr Kollisionen soll dafür hilfreich sein, hoffen die Wissenschaftler.
Diese Nachricht wurde am 27.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
