
Der Betrag orientiert sich am Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst und entspricht derzeit etwa 3.300 Euro netto für Alleinstehende in Steuerklasse eins - sowie auch ungefähr dem aktuellen Durchschnittslohn von Vollzeitbeschäftigten. Es soll aber Ausnahmen geben für finanziell besonders belastete Abgeordnete sowie zusätzliche Zulagen für Abgeordnete mit Kindern oder mit einem Pflegegrad.
Die Regelung soll für alle Abgeordneten des Bundestags und des Europaparlaments verpflichtend sein. Gelten soll sie ab der nächsten Bundestags- beziehungsweise Europawahl. Es gehe um politische Glaubwürdigkeit, sagte die Co-Vorsitzende der Linken, Schwerdtner. Sie selbst deckele ihre Abgeordnetendiät bereits, um den Rest an die Menschen in ihrem direkt gewonnenen Wahlkreis Lichtenberg weiterzugeben.
Holpriger Start für neuen Co-Vorsitzenden Pantisano
Auf dem Parteitag hatten zuvor die neu gewählten Vorsitzenden der Partei zu den Delegierten gesprochen. Der Co-Vorsitzende Pantisano äußerte sich selbstkritisch. Das Wahlergebnis von 53 Prozent sei nicht das, was er sich gewünscht habe. Es liege nun am ihm, sich das Vertrauen zu erarbeiten und in den nächsten Monaten in seine Rolle reinzuwachsen. Inhaltlich will Pantisano sich auf die anstehenden Landtagswahlkämpfe in Ostdeutschland konzentrieren und Widerstand gegen die Pläne zu den Sozialreformen organisieren. Über die Vorschläge der Rentenkommission sagte er, es handele sich um ein Kürzungsprogramm, das den "feuchten Träumchen" von Bundeskanzler Merz gerecht werde: "noch länger arbeiten, noch mehr arbeiten".
Die mit 86 Prozent wiedergewählte Vorsitzende Schwerdtner kritisierte unter anderem den geplanten Ausbau der Bundeswehr. Wenn Merz sage, dass er die größte konventionelle Armee Europas haben wolle, sei das kompletter Wahnsinn, dem man sich entgegenstellen müsse.
Diese Nachricht wurde am 21.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
