
Der linksgerichtete Kandidat Sanchez erklärte, das Ergebnis der Stichwahl vor zwei Wochen nicht zu akzeptieren. Er warf der Wahlbehörde und seiner konservativen Rivalin Fujimori Manipulation vor. Sanchez sagte in Lima, er werde eine Regierung Fujimori nicht anerkennen und rief seine Anhänger zu Protesten auf.
Nach Auszählung fast aller Stimmen liegt Fujimori knapp in Führung. Laut Wahlbehörde kommt sie auf 50,1 Prozent, Sanchez auf 49,9 Prozent.
Fujimoris Vater Alberto hatte Peru von 1990 bis 2000 autoritär regiert. Sánchez sieht sich als legitimen Nachfolger des im Jahr 2022 wegen eines Putschversuchs abgesetzten und mittlerweile inhaftierten Ex-Präsidenten Castillo. Peru leidet unter politischer Instabilität, Kriminalität und Korruption. In den vergangenen zehn Jahren hatte das südamerikanische Land acht Präsidenten.
Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
