Ukraine-Krieg
Litauen beschuldigt Russland, nicht an Frieden interessiert zu sein - Verhandlungen in Abu Dhabi sollen diese Woche weitergehen

Litauens Präsident Nauseda hat Russland vorgeworfen, ‌sich einer Verpflichtung zu einem dauerhaften und gerechten Frieden in der Ukraine zu entziehen.

    Die Hochhäuser der Skyline von Abu Dhabi
    Skyline von Abu Dhabi (Archivbild) (Sina Schuldt / dpa )
    Nauseda sagte nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj in Vilnius, die Regierung in Moskau akzeptiere zudem keinen Waffenstillstand.
    Gestern war eine erste Runde direkter Verhandlungen zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi zu Ende gegangen. Konkrete Ergebnisse gab es nicht. Selenskyj bezeichnete die Gespräche dennoch als konstruktiv. Ähnlich äußerte sich der US-Sondergesandte Witkoff. Die Verhandlungen sollen in dieser Woche fortgesetzt werden.
    Papst Leo XIV. rief dazu auf, alles zu tun, um ein Ende des Kriegs zu erreichen. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche sagte in Rom, die anhaltenden russischen Angriffe hätten zunehmend schwerwiegende Folgen für die ukrainische Zivilbevölkerung. Sie sei der Kälte des Winters ausgesetzt. Russland hatte zuletzt wieder massive Angriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine geflogen. In der Folge sind dort hunderttausende Menschen mitten im Winter ohne Strom und Heizung. Auch in der Hauptstadt Kiew ist die Lage schwierig.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.