
Fest prägte nach Angaben des Archivs als Zeithistoriker und Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" das Selbstverständnis der Bundesrepublik Deutschland. Besondere Bekanntheit erlangte er mit seiner 1973 veröffentlichten Hitler-Biografie. Das Werk wurde zu einem Weltbestseller und löste eine intensive Kontroverse über die historische Deutung Adolf Hitlers und des Nationalsozialismus aus.
Briefwechsel mit Politikern und Intellektuellen
Zum Nachlass gehören auch umfangreiche Korrespondenzen mit Persönlichkeiten aus Politik und Geistesleben. Darunter sind die früheren Bundeskanzler Helmut Kohl und Willy Brandt sowie der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Zudem stand Fest im Austausch mit Intellektuellen wie Hannah Arendt.
Manuskripte und journalistische Texte
Überliefert sind außerdem zahlreiche Texte aus seiner publizistischen Arbeit beim NDR, beim "Spiegel" und bei der FAZ. Der Bestand enthält darüber hinaus Manuskripte zu seinen Büchern sowie Unterlagen zu seinen Beschäftigungen mit Kunst. Mit der Übernahme sichert das Deutsche Literaturarchiv wichtige Quellen zur deutschen Zeit- und Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Diese Nachricht wurde am 17.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
