Nach Ausstieg der Saudis
LIV-Golftour hat Insolvenz angemeldet.

Die LIV-Golftour hat in den USA Insolvenz angemeldet. Internationale Superstars wie Jon Rahm, Bryson DeChambeau, Phil Mickelson und auch der deutsche Golfprofi Martin Kaymer hatten seit 2022 die PGA Tour verlassen und wechselten zur LIV Tour, die dank vieler Milliarden des saudi-arabischen Staatsfonds attraktiv geworden war. Doch im Frühjahr stieg der milliardenschwere Geldgeber aus. Jetzt folgte der Insolvenzantrag der Golf-Liga.

    Zu sehen ist ein Golf-Court und ein Schriftzug, der auf deutsch in etwa lautet: "Golf, aber lauter".
    Saudi Arabien investierte damals viel Geld, um mit LIV Golf einen Konkurrenten zur PGA zu schaffen. (IMAGO / ZUMA Wire / IMAGO / Kyle Mazza)
    Die Verbindlichkeiten sollen sich auf 500 Millionen bis eine Milliarde Dollar belaufen. Dem gegenüber stehen Vermögenswerte von höchstens 500 Millionen Dollar. Zu den Gläubigern zählen die Stars des Sports selbst. Der spanische Golf-Profi Jon Rahm fordert noch rund siebeneinhalb Millionen Dollar. Er erzielte seit 2024 eine Gewinnsumme von fast 97 Millionen US-Dollar. Auch andere Profis fordern noch Millionen von der LIV Tour.
    Der deutsche Golf-Profi Martin Kaymer bedauerte in einem Interview mit dem "Golf Magazin" ein mögliches Aus für die LIV-Tour. Er habe viel Energie in das Projekt gesteckt, sagte Kaymer, der aus den von Saudi-Arabien finanzierten Wettbewerben fast 13 Millionen US-Dollar erhielt.

    Vorerst kein endgültiges Aus

    Ein offizielles Ende der LIV Tour ist bislang aber nicht verkündet. Die Veranstalter sprechen von einem Neustart im kommenden Jahr. Laut einer Pressemitteilung soll es bereits eine Vereinbarung mit der Investmentfirma BC Partners Credit geben.
    In dem neuen Modell werde es für Spieler möglich sein, Mehrheitseigentümer zu werden, außerdem soll der Turnierkalender verkleinert werden. Ob die großen Namen der Golfwelt dann wieder bei der LIV Tour an den Start gehen, bleibt offen.
    Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.