Digitales Einreisesystem
Lkw-Fahrer in Montenegro und Nordmazedonien beenden Blockade von EU-Außengrenze

Lkw-Fahrer in Montenegro und Nordmazedonien haben ihre Blockade an der EU-Außengrenze beendet.

    Bosnien-Herzegowina, Svilaj: Ein Mann steht neben einer Reihe von Lastwagen und Bussen auf der bosnischen Seite der Grenze zu Kroatien in Svilaj.
    LKW-Fahrer haben auf dem Balkan dutzende von Grenzübergängen in der Region aus Protest gegen die neu eingeführten Einreisebestimmungen der Europäischen Union blockiert. (Eldar Emric / AP / dpa / Eldar Emric)
    Zuvor hatte die EU-Kommission angekündigt, die EU-Regelung zur Ein- und Ausreise in den Schengenraum zu überarbeiten. Eine Blockade in Serbien und Bosnien dauert weiter an.
    Die Lastwagenfahrer protestieren gegen das seit Oktober schrittweise eingeführte digitale Ein- und Ausreisesystem der EU für Drittstaatenangehörige. Seit der Einführung gibt es laut Speditionsunternehmen immer wieder Probleme für Fahrer aus Nicht-EU-Staaten. Denn diese dürfen sich in sechs Monaten nur 90 Tage im Schengen-Raum aufhalten. Das Gesetz gibt es zwar schon länger, es wurde aber bisher für LKW-Fahrer nicht umgesetzt. Die EU-Kommission kündigte nun - Zitat - "pragmatische Lösungen" an, die verlängerte Kurzaufenthalte für ausgewählte Kategorien von Drittstaatenangehörigen ermöglichen. Dies solle auch Lkw-Fahrer beinhalten. Speditionsverbände begrüßten den Schritt.
    Diese Nachricht wurde am 30.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.