Balkan
LKW-Fahrer protestieren an der EU-Außengrenze

Aus Protest gegen EU-Einreiseregeln haben LKW-Fahrer aus mehreren Balkanländern wichtige Grenzübergänge für Gütertransporte blockiert.

    Bosnien-Herzegowina, Svilaj: Ein Mann steht neben einer Reihe von Lastwagen und Bussen auf der bosnischen Seite der Grenze zu Kroatien in Svilaj.
    LKW-Fahrer haben auf dem Balkan dutzende von Grenzübergängen in der Region aus Protest gegen die neu eingeführten Einreisebestimmungen der Europäischen Union blockiert. (Eldar Emric / AP / dpa / Eldar Emric)
    In Bosnien und Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien und Montenegro bildeten sich lange Schlangen an den Grenzen zur Europäischen Union.
    Hintergrund ist das neue Ein- und Ausreisesystem EES. Es erfasst digital, wer wann in die EU einreist. Damit wird die schon bestehende Regelung strenger durchgesetzt, dass sich Nicht-EU-Bürger innerhalb von 180 Tagen nur 90 Tage im Schengenraum aufhalten dürfen.
    Das Verfahren soll nach Darstellung der EU-Kommission mehr Daten erfassen und Kriminalität bekämpfen. Die LKW-Fahrer verweisen darauf, dass sie nur zwecks ihrer Arbeit so oft ein- und ausreisen.
    Serbiens Ministerpräsident Macut forderte in der vergangenen Woche von der EU einen Sonderstatus für LKW-Fahrer. Er warnte, das System drohe die Transportunternehmen lahmzulegen und den Volkswirtschaften aller Balkanländer zu schaden.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.