
In Bosnien und Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien und Montenegro bildeten sich lange Schlangen an den Grenzen zur Europäischen Union.
Hintergrund ist das neue Ein- und Ausreisesystem EES. Es erfasst digital, wer wann in die EU einreist. Damit wird die schon bestehende Regelung strenger durchgesetzt, dass sich Nicht-EU-Bürger innerhalb von 180 Tagen nur 90 Tage im Schengenraum aufhalten dürfen.
Das Verfahren soll nach Darstellung der EU-Kommission mehr Daten erfassen und Kriminalität bekämpfen. Die LKW-Fahrer verweisen darauf, dass sie nur zwecks ihrer Arbeit so oft ein- und ausreisen.
Serbiens Ministerpräsident Macut forderte in der vergangenen Woche von der EU einen Sonderstatus für LKW-Fahrer. Er warnte, das System drohe die Transportunternehmen lahmzulegen und den Volkswirtschaften aller Balkanländer zu schaden.
Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
