Balkan
Lkw-Protest könnte bis zu 100 Millionen Euro pro Tag kosten

Durch die Lkw-Blockaden an den Grenzen zwischen der EU und den Balkanländern wird ein hoher wirtschaftlicher Schaden befürchtet.

    Ein Mann steht auf einer Autobahn neben einer Reihe von Lastwagen und Bussen auf der bosnischen Seite der Grenze zu Kroatien in Svilaj.
    LKW-Fahrer haben auf dem Balkan dutzende von Grenzübergängen in der Region aus Protest gegen Einreisebestimmungen der Europäischen Union blockiert. (Eldar Emric / AP / dpa / Eldar Emric)
    Der Präsident der serbischen Handelskammer, Cadez, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, derzeit fielen wegen des Protestes mehr als 90 Prozent der Exporte aus. Der Schaden betrage bis zu 100 Millionen Euro pro Tag. Auch EU-Unternehmen, die in die Region lieferten, müssten wegen ausfallender Transporte mit Vertragsstrafen rechnen. Regierungs- und Branchenvertreter aus den Balkanlädern drängten auf Zugeständnisse seitens der EU.
    Heute wurden den vierten Tag in Folge Grenzübergänge zu Bosnien und Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien und Montenegro blockiert. Die Transportunternehmen fordern, dass die EU Fristen für die Aufenthaltsdauer von Nicht-EU-Bürgern im Schengenraum für Lkw-Fahrer lockert. Die EU-Kommission erklärte, man arbeite an einer Lösung.
    Diese Nachricht wurde am 29.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.