
Die Europäische Union habe mächtige Instrumente, um auf wirtschaftlichen Zwang durch Drittstaaten zu reagieren, sagte er auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos. Brüssel solle nicht zögern, in dem harten Umfeld heute davon Gebrauch zu machen. Die Welt bewege sich hin zu einer ohne Regeln, in der das Völkerrecht mit Füßen getreten werde und nur noch das Recht des Stärkeren zu zählen scheine. Jetzt sei nicht die Zeit für neuen Imperialismus oder neuen Kolonialismus, betonte Macron. Wörtlich fügte er hinzu: "Verschwenden wir keine Zeit mit verrückten Ideen". Namentlich erwähnte er Präsident Trump nicht. Zuvor hatte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen in Davos hervorgehoben, dass Trump vergangenes Jahr zugestimmt habe, keine weiteren Zölle gegen EU-Staaten zu verhängen. Das müsse gelten.
Für den frühen Nachmittag wird morgen mit Spannung Trumps Rede in Davos erwartet. Trump spricht dieser Tage offen über eine Annexion Grönlands, droht Verbündeten mit Zöllen und will einen "Friedensrat" verwirklichen, in dem Beobachter eine Konkurrenz zur UNO sehen. Für Donnerstag wurde ein EU-Gipfel einberufen.
Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
