Lyon
Macron ruft vor Trauermarsch für Rechtsextremisten zu Ruhe auf

Frankreichs Präsident Macron hat vor dem Trauermarsch für einen getöteten Rechtsextremisten am Nachmittag in Lyon zur Ruhe aufgerufen.

    Nahaufnahme auf die Oberkörper mehrerer Menschen, deren Köpfe man nicht sieht. In der Bildmitte ein Transparent mit dem Bild des Opfers und der Schrift "Justice pour Quentin".
    Ein Trauermarsch für den getöteten Aktivisten wird nicht verboten. (dpa / ZUMAPRESS.com / Julien Mattia)
    Macron sagte in Paris, dies sei ein Moment der Besinnung und des Respekts für den verstorbenen 23-Jährigen. Keine Form der Gewalt sei legitim, fügte der Präsident hinzu. Es gebe in Frankreich keinen Platz für Milizen. Die Regierung werde sich in der kommenden Woche mit dem Thema befassen.
    Vor gut einer Woche war es in Lyon zu Auseinandersetzungen zwischen links- und rechtsextremen Gruppen gekommen. Dabei sollen mehrere linksgerichtete Männer den rechtsextremen Aktivisten mit Fußtritten so schwer verletzt haben, dass er starb. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlicher Tötung.
    Diese Nachricht wurde am 21.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.