Rüstungsprojekt
Macron sieht deutsch-französisches Kampfjet FCAS trotz andauernder Abstimmungsprobleme nicht vor dem Aus

Der französische Präsident Macron sieht das europäische Rüstungsprojekt FCAS nicht vor dem Aus.

    Ein Modell des geplanten Kampfflugzeuges
    Das Luftkampfsystem FCAS soll bis 2040 den Eurofigher ablösen - bislang gibt es nur Entwürfe. (picture alliance / dpa / MAXPPP / Sadak Souici / Le Pictorium)
    Der FCAS sei der Kampfjet der Zukunft, sagte Macron mehreren europäischen Zeitungen. Er warnte davor, dass viele Synergien verloren gehen könnten, wenn die Entwicklung gestoppt werde.
    Bundeskanzker Merz hatte sich kürzlich ebenfalls für die Fortführung ausgesprochen. Es werde auf jeden Fall gemeinsame Systeme geben. Ob auch ein Flugzeug entwickelt werde, werde in den nächsten Wochen entschieden, kündigte Merz an.
    Bei FCAS geht es um ein Luftkampfsystem, das auch im Verbund mit Drohnen arbeiten soll. Es geht über einen reinen Kampfjet hinaus. An dem 100-Milliarden-Euro-Projekt ist neben Frankreich und Deutschland auch Spanien beteiligt. Seit Monaten stockt die Entwicklung unter anderem wegen Abstimmungsproblemen zwischen beteiligten Unternehmen. In der deutschen Industrie wurde bereits gefordert, die gemeinsame Entwicklung mit Frankreich zu beenden und alternative Partner zu suchen.
    Diese Nachricht wurde am 10.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.