Jahresbericht des Militärgeheimdienstes
MAD sieht wachsende Bedrohung durch Sabotage

Der Militärische Abschirmdienst warnt vor einer zunehmenden Bedrohung in Deutschland durch Spionage, hybride Angriffe und Sabotage.

    Nordrhein-Westfalen, Köln: Der Eingang des Amtes für den Militärischen Abschirmdienst (MAD)
    Der MAD hat seinen Jahresbericht vorgestellt. (dpa/ Oliver Berg)
    Im Jahresbericht des Militärgeheimdienstes heißt es, die Bundesrepublik sei ein priorisiertes Ziel russischer Spionageaktivitäten. Grund dafür seien die geostrategische Lage Deutschlands in Europa und der NATO, der Aufwuchs der Bundeswehr und die Einführung neuer Waffensysteme. Auch die hybride Bedrohungslage habe sich verschärft. Genannt werden hier etwa Cyberattacken, Drohnenangriffe oder Versuche der politischen Einflussnahme. Erheblich zugenommen hat laut MAD das Bedrohungspotenzial durch Sabotage, die von sogenannten "Low-Level-Agents" verübt wird, also von angeworbenen Auftragsagenten.
    In dem Bericht für das Jahr 2025 werden zu diesem Themenkomplex keine vergleichenden Zahlenangaben gemacht, um Gegnern keine Rückschlüsse zu ermöglichen. 
    Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.