Nationalsozialismus
Mahnmal für verfolgte Zeugen Jehovas in Berlin eingeweiht

In Berlin ist ein neues Mahnmal eingeweiht worden, das an die während des Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas erinnert.

    Das zwölf Tonnen schwere Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas im Berliner Tiergarten
    Das Mahnmal für die Zeugen Jehovas (picture alliance / epd-bild / Christian Ditsch)
    Bundestagspräsidentin Klöckner sagte bei dem Festakt, das Mahnmal gelte den Menschen, die bitteres Unrecht erlitten hätten und dennoch immer wieder Menschlichkeit zeigten. Die Bronzeskulptur hat die Form eines fast fünf Meter hohen Baumes, dessen zerklüftete Oberfläche für die während der NS-Zeit erlittenen Verletzungen der Religionsgemeinschaft stehen soll.
    Die Zeugen Jehovas waren ab 1933 verboten. Ihre Mitglieder verweigerten den Hitlergruß, den Kriegsdienst und die Aufnahme in staatliche Organisationen. Rund 14.000 Zeugen Jehovas wurden in Deutschland und in den besetzten Gebieten inhaftiert. Mindestens 1.700 von ihnen starben in Lagern.
    Diese Nachricht wurde am 24.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.