Bei Siegburg
Mann nach Anschlag in ICE wegen versuchten Mordes angeklagt

Nach dem Anschlag in einem ICE bei Siegburg im April mit zehn Verletzten ist ein 20-Jähriger wegen versuchten Mordes angeklagt.

    Zwei Polizeiwagen und zwei Polizisten stehen in der Dunkelheit auf einer Straße. Dahinter ist ein ICE an einer Station zu sehen.
    Im April 2026 fand der Anschlag in dem ICE bei Siegburg statt. (Marius Fuhrmann / dpa / Marius Fuhrmann)
    Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf wirft dem Mann aus Aachen vor, mit einer Sturmhaube maskiert zwei Softair-Granaten in einen mit zahlreichen Passagieren besetzten Wagen des ICE geworfen zu haben. Anschließend soll er versucht haben, mehrere Fahrgäste mit einem Messer anzugreifen. Dies sei durch das Eingreifen eines Fahrgasts und eines Bahnmitarbeiters verhindert worden, so die Anklage. Durch die Detonation der Granaten seien jedoch zehn Menschen leicht verletzt worden.
    Der Attentäter ist laut einem psychiatrischen Gutachter voll schuldfähig; sein Motov ist noch nicht klar. Der Verdacht einer politisch motivierten Tat hat sich laut der Staatsanwaltschaft aber nicht bestätigt. Der Angeklagte ist deutscher Staatsbürger.
    Diese Nachricht wurde am 14.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.