Zahl der Fälle steigt
Masern-Ausbrüche in den USA: Führender Gesundheitsbeamter ruft zu Impfungen auf

US-Gesundheitsminister Kennedy hat wiederholt Zweifel an der Sicherheit und von Impfstoffen geäußert. Angesichts von neuen Masernausbrüchen in mehreren Bundesstaaten appelliert ein führender Beamter aus seinem Ministerium nun an die Bevölkerung.

    Ein Hinweisschild vor dem Seminole Hospital District, USA, informiert über das Angebot von Masern-Tests.
    Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten (Julio Cortez/AP/dpa)
    "Bitte lassen Sie sich impfen", erklärte der Leiter der staatlichen Gesundheitssysteme Medicare und Medicaid, Oz. Masern seien eine gefährliche Krankheit, für die es eine Lösung gebe. Er betonte, Medicare und Medicaid würden den Masernimpfstoff weiterhin als Teil der Versicherungsprogramme abdecken.
    In den USA gibt es derzeit eine Häufung von Masernfällen. Allein im Bundesstaat South Carolina wurden mehrere hundert Fälle gemeldet. Ausbrüche gab es außerdem in Texas, Utah und Arizona. Im vergangenen Jahr erlebten die USA den schwersten Masernausbruch seit mehr als 30 Jahren, mit mehr als 2.000 gemeldeten Fällen.

    Masern waren fast ausgerottet

    Durch Impfungen waren die Masern in den USA nahezu ausgerottet. Infolge der Covid-Pandemie ging die Impfquote zurück, was auf ein wachsendes Misstrauen gegenüber den Gesundheitsbehörden und Pharmaunternehmen zurückzuführen ist. Kritiker machen zudem Gesundheitsminister Kennedy für den Anstieg der Masernfälle verantwortlich, weil dieser wiederholt Zweifel an Impfungen gestreut und dabei Falschinformationen verbreitet hat.
    Mehrere Impfstoffe, darunter gegen Rotaviren und Influenza, werden auf Weisung Kennedys künftig nicht mehr als Standardimpfungen für alle Kinder empfohlen.
    Diese Nachricht wurde am 09.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.