Traditions-Zeitung
Massenentlassungen bei der "Washington Post"

Die kriselnde US-amerikanische Zeitung "The Washington Post" hat einen Stellenabbau angekündigt. Berichten zufolge sollen bis zu 300 der rund 800 Mitarbeiter entlassen werden. Chefredakteur Murray teilte mit, die Kündigungen beträfen alle Abteilungen und nicht nur die Redaktion.

    Der Schriftzug der Washington Post hängt am Hauptgebäude des Zeitungshauses in Washington.
    Bei der Washington Post soll fast ein Drittel der Stellen gestrichen werden. (picture alliance / Sipa USA / SOPA Images)
    Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP müssen die meisten Auslandskorrespondenten der Zeitung gehen. Unter anderem die Berichterstattung über den Nahen Osten werde drastisch eingeschränkt, heißt es. Auch die Lokalnachrichten, die Sportseiten sowie die Buchbeilage sind betroffen. Daneben soll auch der Podcast "Post Reports" eingestellt werden. Der Eigentümer der "Washington Post", Amazon-Gründer Bezos, hatte bereits massive Sparmaßnahmen angekündigt.
    Die renommierte Tageszeitung, die den Watergate-Skandal aufdeckte und deren Reporter zahlreiche Pulitzer-Preise erhielten, schreibt laut Medienberichten seit Jahren rote Zahlen. Ein Grund sind Abo-Kündigungen im Zusammenhang mit Bezos' Zuwendung zu US-Präsident Trump.
    Journalisten der Medienhauses starteten inzwischen eine Aufmerksamkeits-Kampagne in Sozialen Medien unter dem Hashtag #SaveThePost.
    Diese Nachricht wurde am 04.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.