Solidarität für Ceuta
Mbappé, Vinícius und Konaté geraten in Migrationsdebatte in Spanien

Die Fußballer Mbappé, Vinícius und Konaté sind in Spanien in eine politische Debatte über Migration geraten. Anlass war ihr Verhalten vor dem Ligaspiel von Real Madrid beim FC Elche.

    Mehrere Fußball-Spieler laufen in ein Stadion ein. Einer von ihnen hat ein T-Shirt zwar übergestreift, aber nicht komplett heruntergezogen.
    Real Madrids Spieler Mbappe weigert sich, das T-Shirt mit einer Aufschrift zur Unterstützung von Ceuta komplett anzuziehen. (IMAGO / AgenciaLOF / IMAGO / Agencia LOF)
    Beide Mannschaften liefen vor der Partie in T-Shirts zur Unterstützung der spanischen Exklave Ceuta auf. Die drei Real-Profis zogen die Shirts jedoch nicht vollständig an, sodass die Aufschrift teilweise verdeckt blieb.
    Die Geste löste in den Medien und sozialen Netzwerken zahlreiche Reaktionen aus. Einige werteten sie als Zeichen der Solidarität mit Migranten. Andere warfen den Spielern mangelnde Unterstützung für die Bevölkerung Ceutas vor.
    Kritik gab es auch an dem Unternehmerverband aus der Region Valencia, der die von der Liga genehmigte Aktion initiiert hatte. La-Liga-Präsident Tebas kritisierte das Verhalten der Spieler. Das Tragen der Shirts sei nicht mit einer politischen Stellungnahme verbunden gewesen, sagte er. Der Vorsitzende der spanischen Profifußballergewerkschaft, Aganzo, verwies dagegen auf mangelnde Informationen für die Spieler.
    Die Debatte über Migration läuft in Spanien bereits seit Ende Juli. Damals drangen Zehntausende Menschen von Marokko aus nach Ceuta ein. Zwar kehrten die meisten wieder zurück. Mehrere Tausend Menschen blieben jedoch in der spanischen Enklave. Dort kommt es immer wieder zu Spannungen mit Einwohnern.
    Diese Nachricht wurde am 16.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.