Donnerstag, 19. Mai 2022

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@mediasres im Dialog
Julian Assange: Whistleblower oder Journalist?

Der Wikileaks-Gründer ist nach 7 Jahren Asyl festgenommen worden. Unklar ist, was nun mit ihm passiert. Was meinen Sie? Sollte man ihn als Geheimnisverräter zur Rechenschaft ziehen oder sollten wir Menschen schützen, die sich trauen, solche Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen?

Moderation: Andreas Stopp | 12.04.2019

Der Mann steht vor dem Zaun der Botschaft und trägt ein Transparent, auf dem Wikileaks als "Heroes" bezeichnet wird. Ein Polizist läuft an ihm vorbei. Am Zaun hänge Transparente, eines mit der Aufschrift "Free Assange".
Ein Demonstrant fordert vor der ecuadorianischen Botschaft in London am 14.11.2016 freies Geleit für Wikilieaks-Gründer Jualian Assange, der dort Asyl beantragt hat, um einer Verhaftung zu entgehen. (EPA / HANNAH MCKAY)
Grundlegend ist dabei auch die Einstufung dessen, was er sich überhaupt hat zuschulden kommen lassen. Mit seinen Enthüllungen hat er Politik und Medien in aller Welt aufgemischt. Breite gesellschaftliche Diskussionen sind angestoßen worden durch die Veröffentlichung als geheim eingestufter Dokumente.
Ist er aufgrund dessen zu behandeln wie ein Journalist? Wäre die Pressefreiheit in Gefahr, wenn man ihn vor Gericht stellen würde? Allerdings fehlt bei Assange das, was eine journalistische Tätigkeit im Grunde ausmacht: Einordnung, Analyse, Kritik, Kommentar. Wäre er also eher als Whistleblower anzusehen oder schlicht und einfach nur als Verräter?
Diese Fragen stellte Andreas Stopp in seiner Sendung und bedankt sich für Ihre Meinungen und Anregungen.