Frauenrechtsorganisation
medica mondiale: Mehr Kriege führen auch zu mehr sexualisierter Kriegsgewalt

Die Frauenrechtsorganisation medica mondiale appelliert an die Bundesregierung, die Bekämpfung von sexualisierter Kriegsgewalt zur politischen Priorität zu machen.

    Monika Hauser schaut nachdenklich.
    Die Ärztin Monika Hauser gründete in den 1990er-Jahren die Frauenrechtsorganisation medica mondiale mit dem Ziel, kriegstraumatisierten Frauen medizinische und psychologische Hilfe zu leisten. (dpa / picture alliance)
    Vor dem internationalen Tag zur Beseitigung sexualisierter Gewalt in Konflikten am Freitag forderte die Organisation in Köln eine konsequente strafrechtliche Verfolgung. Auch müsse die Bundesregierung internationale Abkommen zum Schutz von Frauen und Überlebenden vorantreiben und umsetzen.
    Die Gründerin und Vorstandsvorsitzende von medica mondiale, Hauser, betonte, sexualisierte Kriegsgewalt sei kein Randthema einzelner Konflikte, sondern ein globales und historisch wiederkehrendes Muster. Sie führte aus, dass mit einer steigenden Zahl von Kriegen und Konflikten auch das Ausmaß der sexualisierten Gewalt steige. Stigmatisierung, Vergewaltigungsmythen und gesellschaftliches Schweigen erschwerten zudem vielen Betroffenen den Zugang zu Unterstützung.
    Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.