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Medienquartett: Digitalisierung um jeden Preis?

"Die Zeitungsdebatte" heißt ein Diskussionsforum zur Zukunft der Tageszeitung -geführt ausgerechnet im Internetangebot einer Zeitschrift. Bei "Spiegel online" schreiben sich seit Wochen viele die Finger wund. Da sind zum einen die, die Zeitungen längst im Reich der Saurier wähnen. Andere beschwören beinahe nostalgisch den Duft der Druckerschwärze zum Frühstückskaffee. An der Frage, ob das Medium Tageszeitung eine Zukunft hat, scheiden sich offensichtlich die Geister.

Moderation: Christian Floto | 27.09.2013

Dass es dem gedruckten Journalismus nicht gut geht, hat das Schicksal der "Financial Times Deutschland", der "Frankfurter" und der "Westfälischen Rundschau" unter Beweis gestellt. Auch die Zahlen sprechen für sich: In den letzten zehn Jahren sank die Auflage der Tageszeitungen von 30 auf 21 Millionen Exemplare. Allein die "Bild"-Zeitung druckt heute 1,5 Millionen weniger Exemplare. Die großen Verlage fusionieren, schließen Redaktionen oder - wie jüngst Springer - stoßen gleich den kompletten Geschäftsbereich Regionalzeitung ab.

Bezahlschranken und Onlineabonnements sollen in Zukunft das Vertriebsmodell Kiosk ersetzen. Ob sich mit Journalismus im Netz wirklich Geld verdienen lässt und wie dieser aussehen muss, und ob es nicht vielleicht schon zu spät ist, wo doch viele das Totenglöcklein der Tageszeitung längst gehört haben, darüber diskutiert das Medienquartett mit:

- Angela Brünjes, Ressortleiterin, "Göttinger Tageblatt"
- Hans-Joachim Fuhrmann, Leiter Kommunikation, Bundesverband deutscher Zeitungsverleger
- Prof. Frank Lobigs, Medienökonom, TU Dortmund
- Stefan Schulz, Volontär, "Frankfurter Allgemeine Zeitung"

Moderation: Christian Floto, Deutschlandfunk