
Die Analyse hat ein Team der Internationalen Agentur für Krebsforschung im französischen Lyon durchgeführt. Die Studienautoren verwendeten ausschließlich Risikofaktoren mit einem nachgewiesenen ursächlichen Zusammenhang mit Krebs, bei denen es außerdem zuverlässige Daten dazu gibt, wie sehr die Bevölkerung eines Landes ihnen ausgesetzt ist. Neben verhaltensbedingten Risiken wie Rauchen betrachteten sie auch Umweltaspekte wie etwa Luftverschmutzung und berufsbedingte Risiken. Den Daten zufolge sind bei Frauen global etwa 30 Prozent aller Krebserkrankungen vermeidbar, bei Männern sogar gut 45 Prozent.
Situation in Deutschland
In Deutschland gehen bei Frauen 30 Prozent und bei Männern gut 39 Prozent auf vermeidbare Faktoren zurück. Allein auf Rauchen sind hierzulande bei Frauen mehr als 12 Prozent, bei Männern sogar mehr als 23 Prozent der Krebsneuerkrankungen zurückzuführen. Weitere wichtige Ursachen sind Alkoholkonsum, ein hoher Körper-Masse-Index, UV-Strahlung und Infektionen.
Bei den berufsbedingten Risiken - etwa Kontakt zu krebserregenden Stoffen - liegen Männer in Deutschland mit 5,8 Prozent deutlich vor Frauen mit 1,6 Prozent. Zu wenig Bewegung und Luftverschmutzung spielen hingegen hierzulande nur eine geringe Rolle.
Diese Nachricht wurde am 04.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
