Gesundheit
Mehr als tausend Fälle von West-Nil-Virus in Europa

Europa verzeichnet steigende Infektionszahlen mit dem West-Nil-Virus. Seit Beginn der Saison wurden in 15 europäischen Ländern mehr als tausend Infektionen bekannt, bei denen sich die Menschen vor Ort angesteckt hatten – sie hatten sich also nicht auf Reisen infiziert.

    Aufnahme des West-Nil-Virus.
    Eine elektronenmikroskopische Aufnahme des West-Nil-Virus (Cynthia Goldsmith/CENTERS FOR DISEASE CONTROL/EPA)
    In den vergangenen Wochen nahm die Ausbreitung rasant zu: Anfang August waren erst knapp 250 Fälle in sieben europäischen Ländern registriert, wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mitteilte. Die weitaus meisten Fälle gibt es in Italien, gefolgt von Griechenland und Spanien. In Deutschland sind nur zwei Fälle bekannt. Die Behörde betonte jedoch, es handele sich nicht um eine umfassende Darstellung des Übertragungsgeschehens.
    Das Virus infiziert hauptsächlich Vögel, vor allem durch Stechmücken, es kann aber auch auf Menschen übertragen werden. Die meisten Fälle verlaufen symptomlos, 20 Prozent der Infizierten entwickeln eine grippeähnliche Erkrankung, genannt West-Nil-Fieber. Nur etwa jede hundertste infizierte Person erkrankt nach Angaben des Robert Koch-Instituts schwer.
    Diese Nachricht wurde am 05.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.