Wissenschaft
Mehr Gasthörer an deutschen Hochschulen

Im vergangenen Wintersemester registrierten die deutschen Hochschulen acht Prozent mehr Gasthörer als im Vorjahr. Das Vor-Corona-Niveau ist aber noch nicht wieder erreicht.

    Studenten von verschiedenen Fachrichtungen und Senioren als Gasthörer sitzen im sanierten Hörsaal am Steintor-Campus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Sachsen-Anhalt)
    Wieder mehr Gasthörerinnen und Gasthörer in deutschen Hörsälen. (picture alliance / Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild)
    Insgesamt besuchten rund 36.000 Gaststudierende Lehrveranstaltungen an Unis und Fachhochschulen. Das geht aus den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor. Das waren demnach acht Prozent mehr als im Jahr zuvor. Allerdings blieben die Zahlen hinter denen im Wintersemester 2019/2020 zurück, dem letzten vor Ausbruch der Corona-Epidemie. Damals nahmen 37.200 Gaststudierende an den Veranstaltungen teil.

    Mehr deutsche, weniger ausländische Gaststudierende

    Der aktuelle Zuwachs verteilt sich den Angaben zufolge weitgehend gleichmäßig auf alle Altersgruppen. Das Durchschnittsalter der Gaststudierenden betrug wie im Vorjahr 52 Jahre, der Frauenanteil blieb mit 48 Prozent ebenfalls unverändert.
    Zehn Prozent der Gäste in deutschen Hörsälen kamen aus dem Ausland. Ihre Zahl ging im vergangenen Wintersemester leicht zurück. Dem steht ein Zuwachs deutscher Gaststudierender um zehn Prozent entgegen.
    Gasthörerinnen und Gasthörer können auch ohne formale Hochschulreife an Kursen und Lehrveranstaltungen der Hochschulen teilnehmen. Im Vergleich zu den 2,9 Millionen ordentlich immatrikulierten Studierenden im Wintersemester 2025/2026 machten Gaststudierende den Angaben zufolge nur ein Prozent aus.
    Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.