
Dadurch wird ein Problem gelöst, das die Magen-Darm-Forschung schon länger beschäftigt. Bisher beruhte das Wissen über die Häufigkeit von Flatulenzen vor allem auf Selbstauskünften der Probanden – ein Verfahren, das insbesondere nächtliche oder unbemerkte Ereignisse unzureichend erfasste.
Der neu entwickelte Sensor misst die Konzentration von Wasserstoff, einem Gas, das ausschließlich durch mikrobielle Aktivität im Darm entsteht. Das ermöglicht Rückschlüsse auf das Verhalten der Darmbakterien und die Art, wie bestimmte Nahrungsmittel verarbeitet werden.
In einer ersten Untersuchung mit 19 gesunden Erwachsenen registrierten die Forscher im Durchschnitt rund 32 Gasabgänge pro Tag. Damit liegt der Wert deutlich über bisherigen Schätzungen, die von etwa der Hälfte ausgingen.
Langfristig soll die Technologie Bestandteil des geplanten Projekts „Human Flatus Atlas“ werden. Ziel ist es, neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Ernährung, Darmgesundheit und der Aktivität der Darmbakterien zu bekommen.
Diese Nachricht wurde am 12.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
