Studie
Menschen mit Behinderung fühlen sich seltener zugehörig

Menschen mit Behinderung nehmen gesellschaftliche Entwicklungen offenbar durch die Bank negativer wahr als die Gesamtbevölkerung.

    Ein Mann in einem Rollstuhl bewegt sich selbstständig durch einen modernen Bürokorridor.
    Der Erhebung zufolge stimmten zwischen 85 und 89 Prozent den Aussagen zu, dass der Zusammenhalt gefährdet sei. (picture alliance / Zoonar / benis arapovic)
    Dabei handle es sich nicht um ein individuelles Empfinden, sagte die Sprecherin der Aktion Mensch, Marx, bei der Veröffentlichung einer Studie zum Thema. Wenn eine große Bevölkerungsgruppe so deutlich mehr Spaltung wahrnehme, sei dies ein klares Warnsignal an Politik und Zivilgesellschaft, führte Marx aus. Der Erhebung zufolge stimmten zwischen 85 und 89 Prozent den Aussagen zu, dass der Zusammenhalt gefährdet sei, die Gesellschaft auseinanderdrifte und Ungleichheit ein zentrales Problem darstelle. In der Gesamtbevölkerung sagten dies 76 bis 80 Prozent.
    Von der Aktion Mensch und dem Sozialforschungsinstitut Ipsos wurden laut Angaben 607 Menschen mit Behinderung befragt; Basis war die "Zusammenhaltsstudie" von ARD, ZDF und Deutschlandradio.
    Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.