
Die in Norwegen ansässige Menschenrechtsgruppe "Hengaw" erklärte, Angehörige des Regimegegners Erfan Soltani hätten sie über die Aussetzung von dessen Exekution informiert. Dennoch bestünden weiterhin ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Rechts auf Leben des 26-Jährigen.
US-Präsident Trump hatte zuvor erklärt, er habe aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass die Tötungen im Iran aufhörten. Es gebe auch keine Pläne für Hinrichtungen. Näher äußerte sich Trump nicht. Er hatte zuvor mit einer scharfen Reaktion gedroht, sollte das Regime in Teheran wie angekündigt Demonstranten exekutieren. Der iranische Außenminister Araghtschi sagte dem US-Sender "Fox News", es gebe für heute und morgen keine Pläne für Hinrichtungen mit dem Strang. Die iranischen Justizbehörden hatten gestern rasche Prozesse gegen Demonstranten angekündigt.
Bei den Protesten der vergangenen zwei Wochen gegen die iranische Führung wurden nach Angaben der Menschenrechtsorganisation "Iran Human Rights" mindestens 3.428 Demonstrantinnen und Demonstranten getötet. Es soll mehr als 10.000 Festnahmen gegeben haben.
Diese Nachricht wurde am 15.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
