Pride-Kundgebungen
Menschenrechtskommissar des Europarats wirft Ungarn Unterdrückung von Menschenrechtlern vor

Nach den Anklagen gegen die Organisatoren ungarischer Pride-Paraden hat der Menschenrechtskommissar des Europarats, O'Flaherty, Ungarns Vorgehen kritisiert.

    Teilnehmer der Pride-Parade in Budapest, Ungarn 2021
    Viktor Orban schränkt seit Jahren die Rechte der LGBTQI -Community ein und wird vom Menschenrechtskommissar des Europarats O'Flaherty kritisiert. (IMAGO / Wirestock )
    Er warf dem Staat eine Unterdrückung von Menschenrechtsverteidigern vor. Die ungarische Staatsanwaltschaft hatte den Veranstalter Buzas-Habel angeklagt, ebenso Budapests Bürgermeister Karacsony. Beide hatten entgegen dem ungarischen Anti-Pride-Gesetz Veranstaltungen für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen organisiert.
    O'Flaherty erklärte in Straßburg, das ungarische Verbot für solche Veranstaltungen schüre Diskriminierung und schränke den zivilgesellschaftlichen Raum ein. Er rief die ungarischen Behörden auf, die Anklagen gegen Buzas-Habel und Karacsony fallen zu lassen.
    Diese Nachricht wurde am 17.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.