Tödliche ICE-Schüsse
Merz äußert sich besorgt über Gewalt in Minneapolis und erwartet Aufklärung

Bundeskanzler Merz hat sich nach den erneuten tödlichen Schüssen durch Einsatzkräfte der ‌US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis besorgt geäußert.

    Hamburg: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt beim Gipfeltreffen der Nordsee-Anrainerstaaten eine Pressekonferenz.
    Bundeskanzler Merz spricht auf dem Nordsee-Gipfel 2026. (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
    Der CDU-Politiker sagte auf einer Pressekonferenz in Hamburg, er gehe davon aus, dass die amerikanischen Behörden aufklärten, ob es notwendig gewesen sei, zu schießen. Er jedenfalls müsse sagen, er finde das Ausmaß an Gewaltanwendung in den USA besorgniserregend.
    Laut Weißem Haus werden die Ermittlungen zu den tödlichen Schüssen in Minneapolis von der Bundespolizei FBI und einer Strafverfolgungsbehörde innerhalb des Heimatschutzministeriums geführt. Wie mehrere US-Medien berichten, sollen Grenzschutzchef Bovino und einige ICE-Beamte bereits heute Minneapolis verlassen. Zuvor hatte US-Präsident Trump seinen Grenzbeauftragten Homan entsandt, der in Minnesota die Einsatzleitung der Einwanderungsbehörde übernehmen soll. Dort prüft derzeit ein Gericht, ob durch die Aktivität Tausender Bundesbeamter die Souveränität des Bundesstaats Minnesota verletzt wird. Dieser und die Nachbarstädte Minneapolis und St. Paul hatten beantragt, den Einsatz zu stoppen.
    Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.