Brief an EU-Spitzen
Merz schlägt Sonderstatus der Ukraine auf dem Weg zum EU-Beitritt vor

Bundeskanzler Merz hat vorgeschlagen, der Ukraine einen Sonderstatus auf dem Weg zu einem regulären EU–Beitritt zu verleihen.

    Brüssel: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht bei der Pressekonferenz nach dem EU-Gipfel.
    Bundeskanzler Merz schlägt Sonderstatus für die Ukraine vor. (Michael Kappeler / dpa / Michael Kappeler)
    Die Ukraine könnte als "assoziiertes" Mitglied bereits an EU-Gipfeln und Ministertreffen teilnehmen, ohne ein Stimmrecht zu besitzen, regte Merz in einem Brief an die Spitzen der Europäischen Union an. So solle etwa ein Abkommen zur Beendigung des russischen Angriffskrieges erleichtert werden. Einen solchen Sonderstatus für einen EU-Beitrittskandidaten gibt es bislang nicht. Merz warb auch für eine stärkere Beteiligung Kiews an der Sicherheits- und Außenpolitik und für die Übernahme von EU-Recht in dem Land.
    In seinem Brief rief der Kanzler dazu auf, die EU-Erweiterung grundsätzlich zu beschleunigen. Merz' Appell erfolgte mit Blick auf den EU-Westbalkan-Gipfel in zwei Wochen in Montenegro.
    Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.