Deutschland
Merz will engere Partnerschaften mit arabischer Halbinsel

Bundeskanzler Merz will Deutschlands Stellung in der Welt mit engeren Beziehungen zu Staaten in der Golfregion absichern. Solche Partnerschaften seien mehr denn je notwendig in einer Zeit, in der zunehmend Großmächte die Politik bestimmten, erklärte Merz zum Auftakt seiner Reise auf die Arabische Halbinsel.

    Doha: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird vom Premier- und Außenminister des Staates Katar, Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al-Thani, zu einem Gespräch mit der Wirtschaftsdelegation empfangen.
    Bundeskanzler Merz wird vom Premier- und Außenminister des Staates Katar, Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al-Thani, zu einem Gespräch empfangen. (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
    Bei den Gesprächen ging es vor allem um den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen. Zu den Themen zählten Energie, Umwelt, Technologie, Medizin, digitale Infrastruktur und Künstliche Intelligenz sowie Verteidigung. Unter anderem ist eine Vereinbarung über eine strategische Partnerschaft geplant, die vor allem die Bereiche Sicherheit und Energie betreffen soll. Die Rüstungsexporte, die wegen der Beteiligung Saudi-Arabiens am Krieg im Jemen zwischenzeitlich gestoppt wurden, sollen wieder weitgehend normalisiert werden. Das autoritär geführte Königreich hat aktuell unter anderem Interesse am Militärtransportflugzeug A400M.

    Empfang mit militärischen Ehren bei Kronprinz Mohammed bin Salman

    In Riad wurde Merz mit militärischen Ehren von Kronprinz Mohammed bin Salman empfangen, der einst von westlichen Staaten geächtet war. Nach dem brutalen Mord am saudischen Regierungskritiker und Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Generalkonsulat in Istanbul vor acht Jahren wurde der Thronfolger vom US-Geheimdienst für die Tat verantwortlich gemacht. Der Kronprinz bestreitet, Drahtzieher der Tat gewesen zu sein. 
    Merz wird seine Reise in Begleitung einer Wirtschaftsdelegation heute mit Besuchen in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten fortsetzen.
    Diese Nachricht wurde am 05.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.