
Deutschland und Europa müssten offen dafür sein. Merz sprach etwa die EU-Freihandelsabkommen mit südamerikanischen Staaten und Indien an und betonte, die europäische Wirtschaft müsse gegenüber den USA und China wieder wettbewerbsfähig sein. Dazu werde es in zwei Wochen einen EU-Sondergipfel geben. Mit Blick auf das Verhältnis zu den USA und Präsident Trump sagte Merz, dass man Partner und Verbündeter bleiben wolle, aber kein Untergebener sei. Geschlossenheit sei ein Machtfaktor in der Welt. In der Handelspolitik habe Europa entsprechend gehandelt und sich von Zolldrohungen nicht einschüchtern lassen. Die NATO wolle man erhalten, sie sei auf beiden Seiten des Atlantiks die beste Gewähr für Freiheit, Frieden und Sicherheit.
Kritik kam aus der Opposition. AfD-Fraktionschefin Weidel nannte die USA einen wichtigen Verbündeten, der seine Interessen vertrete. Deutschland müsse ebenfalls seine nationalen Interessen selbstbewusst vertreten - gerade dann, wenn sie von denen Verbündeter abwichen. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Haßelmann forderte mehr Klarheit gegenüber Trump. Die USA seien kein Garant für Schutz mehr. Linken-Fraktionschef Pellmann kritisierte die Radikalisierung der Republikaner in den USA und forderte Konquenzen wie ein Exportverbot von Waffen in das Land.
Diese Nachricht wurde am 29.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
