Schutz vor Drogenkartellen
Mexikanischer Erzbischof fordert besondere Briefkästen für anonyme Vermissten-Hinweise

Mit speziellen Briefkästen will der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Carlos Aguiar Retes, anonyme Hinweise zu Vermissten ermöglichen.

    Der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Carlos Aguiar Retes
    Der Erzbischof von Mexiko-Stadt, Carlos Aguiar Retes (picture alliance / abaca / IPA / ABACA)
    Aguiar forderte die Pfarreien in Mexiko auf, entsprechende "Friedensbriefkästen" aufzustellen. Da die Vermisstenfälle häufig mit Drogenkartellen zu tun haben, trauen sich viele Menschen nicht, mit der Polizei zu sprechen. Laut Berichten der ARD entführen die Kartelle etwa junge Männer zur Rekrutierung.
    In einigen Pfarreien habe die Initiative bereits Erfolg gehabt, erklärte der Erzbischof. Laut dem Konzept stellt die jeweilige Pfarrei den Platz für den besonders gesicherten Briefkasten zur Verfügung. Die Bearbeitung erfolgt dann unter strikter Wahrung der Vertraulichkeit.
    Landesweit gelten in Mexiko rund 130.000 Menschen als vermisst.
    Diese Nachricht wurde am 31.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.