CDU-Personalumbau
Miersch (SPD) erwartet, dass Ruhe in der Koalition einkehrt - Radtke (CDU) stellt sich hinter Merz

SPD-Fraktionschef Miersch erwartet, dass sich die Lage beim Koalitionspartner CDU nach der ‌Wahl von Thorsten ⁠Frei ⁠zum Unions-Fraktionsvorsitzenden beruhigt.

    Dennis Radtke, CDA-Bundesvorsitzender, spricht auf der 41. Bundestagung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft.
    Dennis Radtke, CDA-Bundesvorsitzende (Archivbild) (Florian Wiegand / dpa)
    Miersch sagte den Sendern RTL/NTV, er gehe davon aus, ⁠dass mit dem heutigen Tage auch wirklich wieder ⁠Ruhe einkehre und man zur wichtigen Arbeit zurückkehre.
    Innerhalb der Union gibt es Unmut, über die Art und Weise wie Kanzler Merz rund um den Personalumbau kommuniziert hat. Unter anderem hatte der Bremer CDU-Landeschef Strohmann erklärt, viele Parteimitglieder seien unzufrieden mit Merz. Er hatte den Kanzler öffentlicht ermahnt, dass er eine Partei und keine Firma führe. Auch der Regionalproporz bei der Ämterbesetzung sorgt für Unzufriedenheit, etwa bei den CDU-Landesverbänden in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Osten.

    Radtke: Umbildungen sind "Recht des Kanzlers"

    Der CDU-Sozialpolitiker Radtke bemühte sich die Wogen zu glätten. Er sagte im Deutschlandfunk, es sei die Freiheit und das Recht eines Kanzlers, seine Mannschaft so auf- und umzustellen, wie er es für richtig halte. Dass aus der eigenen Partei so viel Kritik dafür gekommen sei, liege daran, dass man es in der Politik mit Menschen und entsprechend mit Empfindlichkeiten zu tun habe.
    Radtke forderte in diesem Zusammenhang einen besseren Kommunikationsstil des CDU-Parteichefs. Der Bundesvorsitzender der CDA sagte im Deutschlandfunk, zu Führungsaufgabe gehöre es eben auch, solche Befindlichkeiten einzupreisen und damit umzugehen.
    Diese Nachricht wurde am 29.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.