Protestaktion
Migranten schließen in Magdeburg ihre Läden vor Wahl in Sachsen-Anhalt

Aus Protest gegen die AfD haben in Magdeburg Geschäftsinhaber mit Migrationshintergrund ihre Läden für einige Stunden geschlossen. Die Aktion sollte auf die in anderthalb Wochen anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt aufmerksam machen.

    Magdeburg: Leere Auslagen eines geschlossenen, von migrantischen Gewerbetreibende betriebenen, Lebensmittelgeschäftes.
    Migrantinnen und Migranten haben in Sachsen-Anhalt gegen Rassismus demonstriert. (Klaus-Dietmar Gabbert / dpa / Klaus-Dietmar Gabbert)
    Im Rahmen der Protestaktion gab es am Mittag außerdem eine Kundgebung vor dem Landtag. Eine Mitorganisatorin erklärte, die Ladenschließungen seien als Zeichen gegen Rassismus gedacht. Der Sprecher des Flüchtlingsrats, Saaeid, sagte im Deutschlandfunk, viele Menschen mit Migrationshintergrund seien angesichts der bevorstehenden Landtagswahl verunsichert .
    Rund 160 Geschäfte hatten ihre Teilnahme zugesagt, darunter Gastronomien, Kioske und Barbershops. Nach Recherchen des Deutschlandfunks waren besonders häufig arabisch und türkisch geführte Läden beteiligt.
    Das Landtags-Wahlprogramm der AfD kündigt an, in Zukunft auf die Zuwanderung - Zitat - "kulturfremder" Fachkräfte verzichten zu wollen.
    Diese Nachricht wurde am 27.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.