Kanada
Tote und Verletzte durch Schüsse an Schule in British Columbia

In der kanadischen Provinz British Columbia sind an einer Kleinstadt-Schule mindestens acht Menschen durch Schüsse getötet worden. Unter den Toten soll auch die mutmaßliche Schützin sein.

    Blick auf die Schule im kanadischen Tumbler Ridge
    In dieser Schule im kanadischen Tumbler Ridge erschoss eine Frau sieben Menschen und sich selbst. (AFP / TRENT ERNST)
    Nach Polizeiangaben wurden 27 Menschen verletzt. Zwei weitere Leichen, die vermutlich mit dem Vorfall in Verbindung stünden, seien an einem anderen Ort in der abgelegenen Gemeinde Tumbler Ridge gefunden worden. Über den Hintergrund der Tat war zunächst nichts bekannt. Auch ob es sich bei den Toten um Kinder oder Lehrkräfte handelt, wurde nicht mitgeteilt.

    Carney sagt Deutschland-Reise ab

    Kanadas Premierminister Carney zeigte sich in einer Erklärung in den sozialen Medien erschüttert. Der Regierungschef soll Medienberichten zufolge eine Reise nach Deutschland zur am Freitag beginnenden Münchner Sicherheitskonferenz verschoben haben. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht. In Berlin erklärte Bundeskanzler Merz, die Nachricht von den vielen Toten sei bestürzend.
    Die Polizei hatte Menschen in der Gegend mehrere Stunden lang dazu aufgerufen, ihre Türen zu verriegeln und ihre Häuser oder Geschäfte bis auf weiteres nicht zu verlassen. Der Ort Tumbler Ridge liegt Luftlinie rund 700 Kilometer nordöstlich von Vancouver. Laut eigenen Angaben zählt die Gemeinde etwa 2.700 Einwohner.
    In Kanada kommt es deutlich weniger häufig zu Schusswaffengewalt als im südlichen Nachbarland USA, wo es auch immer mal wieder zu Schüssen an Schulen kommt.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Tote nach Schüssen an Schule in Kanada (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 11.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.