Studie
Mindestens jeder vierte NFL-Spieler von Gehirnerkrankung CTE betroffen

Mindestens jeder vierte ehemalige NFL-Spieler, der zwischen 2016 und 2021 gestorben ist, litt laut einer Studie an einer Gehirnerkrankung, die durch Schläge und Stöße gegen den Kopf ausgelöst wird.

    Zwei Football-Spieler kämpfen um den Ball: Tyrone Tracy Jr. von den New York Giants und Josey Jewell von den Carolina Panthers. Tracy liegt unten, Jewell oben. Tracy hält den Ball fest.
    Beim American Football kommen Treffer am Kopf häufiger vor. (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)
    Von den 878 ehemaligen Spielern, die in diesem Zeitraum verstorben sind, spendeten 235 ihr Gehirn. Bei 215 dieser gespendeten Gehirne wurde eine chronisch-traumatische Enzephalopathie (CTE) festgestellt, die erst nach dem Tod eindeutig diagnostiziert werden kann, wie die Forscher mitteilten. Der Hauptautor der Studie, Daniel Daneshvar vom Mass General Brigham, erklärte, dass wiederholte traumatische Hirnverletzungen ein bekannter Faktor für erhöhte Raten neurodegenerativer Erkrankungen seien.
    Daneshvar sagte weiter, der Großteil der Kopfstöße passiere nicht auf NFL-Ebene. Sie ereigneten sich auf College-Ebene sowie auf Highschool-Ebene und in vielen Fällen auch im Jugendbereich. Die kumulativen Schläge auf den Kopf summierten sich und führten zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko.
    Ein Sprecher der NFL erklärte, die Liga sei ständig bestrebt, den American Football sicherer zu machen, unter anderem durch die Umsetzung von Maßnahmen zur Verringerung von Gehirnerschütterungen und Kopfstößen.
    Diese Nachricht wurde am 25.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.